HINTERGRUNDWISSEN

Meine Arbeitsweise, systemisch, körperzentriert und achtsam

«Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest.» - Mahatma Gandhi

Die theoretischen Konzepte, die meine Haltung in der Arbeit mit Menschen prägen – das Dach über allen Methoden

Das humanistische Menschenbild nach Carl R. Rogers ist die Grundlage meiner professionellen Haltung. Im Rahmen meiner Beratungstätigkeit wende ich eine Vielzahl meiner Kenntnisse und Methoden an, die ich in zertifizierten Weiterbildungen sowie im Zuge meiner Diplomausbildungen als Sozialpädagogin und Paar- und Familienberaterin (IKP) angeeignet habe. Jede dieser Methoden wird abhängig vom jeweiligen Kontext und der individuellen Situation der Klientinnen und Klienten eingesetzt. Das gemeinsame Ziel all dieser Ansätze ist es, unbewusste und störende Muster aufzudecken und aufzulösen, die sich im Laufe des Lebens entwickelt haben und unser heutiges Leben negativ beeinflussen. Solche Muster können zu Blockaden, Einschränkungen und wiederkehrenden Konflikten – sowohl mit uns selbst als auch mit anderen – führen und sogar Depressionen und andere psychische Erkrankungen bedingen. Erst wenn wir diese alten Muster hinter uns lassen, kann sich unser Potenzial voll entfalten. 

Humanistisches Menschen­bild/Perso­nen­zentrier­ter Ansatz nach Carl Rogers

Der humanistische beziehungsweise personenzentrierte Ansatz nach Carl Rogers in der Psychologie stellt den Menschen mit seinen individuellen Erfahrungen, Bedürfnissen und Potenzialen in den Mittelpunkt. Besonders wichtig ist dabei die wertschätzende, empathische und authentische Beziehung zwischen behandelnder, beziehungsweise beratender Person und Klientin oder Klient. Diese Beziehung wird als grundlegende Voraussetzung für persönliches Wachstum und Veränderung betrachtet. Der Ansatz legt Wert darauf, dass jeder Mensch die Fähigkeit zur Selbstentwicklung und Selbstheilung besitzt, sofern er in einem unterstützenden und nicht bewertenden Umfeld begleitet wird.

Bedeutung für die Beratung


In der Beratung bedeutet dies, dass der Therapeut dem Klienten mit Offenheit und Respekt begegnet, seine Perspektiven versteht und ihm hilft, seine eigenen Ressourcen zu entdecken und zu nutzen. Durch diese Haltung kann Raum für neue Erfahrungen, Orientierung und Veränderungen entstehen. Der personenzentrierte Ansatz bildet somit die Grundlage für eine gelingende Zusammenarbeit und unterstützt die Klientin oder den Klienten dabei, ihr/sein Potenzial zu entfalten.

Die Systemtheorie

Die Systemtheorie betrachtet den Menschen als Teil eines komplexen und dynamischen Systems, das aus verschiedenen miteinander verbundenen Elementen besteht. Sie betont, dass Verhalten, Erleben und Entwicklung nicht isoliert, sondern im Kontext von Beziehungen und Wechselwirkungen verstanden werden müssen. Veränderungen in einem Teil des Systems beeinflussen stets das gesamte System, weshalb auch in der Beratung ein ganzheitlicher Blick auf das Umfeld und die Interaktionen wichtig ist.

Beratung mit Systemtheorie im Hintergrund


Dieses Verständnis führt dazu, dass in systemisch orientierten Beratungsansätzen nicht nur die einzelne Person betrachtet wird, sondern auch die Wechselwirkungen mit ihrem sozialen Umfeld (unter anderem zur Partnerin oder zum Partner), ihren Beziehungen und den verschiedenen Lebensbereichen. Jede Veränderung – sei es ein neuer Gedanke, eine Handlung oder eine emotionale Reaktion – stellt ein Input für das gesamte System dar und kann weitere Veränderungen anstossen.

Embodiment – Verkörperung/körper­zentrierte Psychotherapie nach Yvonne Maurer (IKP)

Embodiment beschreibt die gegenseitige Beeinflussung von Körper und Geist. Der Körper ist weit mehr als eine blosse Ansammlung von Zellen – er spielt eine zentrale Rolle bei Informationsverarbeitung, Wahrnehmung und Handlungsbereitschaft. Allein die Absicht, etwas zu tun, reicht nicht aus, um handlungsfähig zu werden; der Körper muss einbezogen werden, denn er ist letztlich das Instrument, mit dem wir unsere Absichten umsetzen.


Unser Körper beeinflusst massgeblich, wie wir Informationen aufnehmen und die Umwelt erfassen. Nicht nur der Verstand und die Psyche, sondern auch die körperlichen Empfindungen und Reaktionen tragen zur Handlungsbereitschaft bei. Es genügt daher nicht, eine Handlung lediglich zu planen oder zu beabsichtigen. Der Körper muss aktiv beteiligt sein, um Ziele zu verwirklichen.


Die Verbindung von Geist und Körper ist essenziell, um ganzheitlich handlungsfähig zu sein. Erst wenn der Körper eingebunden wird, können wir unsere Ziele tatsächlich erreichen und angemessen auf Situationen reagieren. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage für die Methodik der körperzentrierten Beratungs- und Therapieansätze, in denen die Wahrnehmung des eigenen Körpers als wichtiger Bestandteil der Beratungsarbeit gesehen wird. Die Wechselwirkung von Körper und Geist zeigt, dass geistige und körperliche Vorgänge sich gegenseitig formen und untrennbar miteinander verbunden sind.

Mit dem Körper im Bewusstsein angemessen reagieren


Die körperzentrierte Psychotherapie nach Yvonne Maurer integriert den Körper als wesentliches Element in den therapeutischen Prozess. Mit dem Verständnis von Embodiment wird auf die Wahrnehmung körperlicher Signale fokussiert. Unter Einbezug der körperlichen Reaktionen können emotionale und kognitive Prozesse erlebbar gemacht und verändert werden. Durch gezielte Interventionen können Klientinnen und Klienten einen ganzheitlichen Zugang zu sich selbst und ihren Themen erhalten. Der Ansatz der körperzentrierten Psychotherapie fördert so die Selbstregulation und das Erleben von Ressourcen, wodurch nachhaltige Veränderung im eigenen Verhalten und persönliches Wachstum ermöglicht werden


Achtsamkeit

Achtsamkeit bildet die Basis für sämtliche angewandten Methoden. Als Beraterin ist es meine Aufgabe, achtsam mit mir selbst, mit meinen Klienten und mit dem Raum dazwischen umzugehen. Dies bedeutet, aufmerksam zu beobachten, ohne das Gesehene oder Erlebte zu bewerten. Der Grad meiner Achtsamkeit beeinflusst direkt mein Bewusstsein darüber, dass es keine absolute Wahrheit gibt. Diese Erkenntnis verschafft mir die Freiheit, Situationen und Zustände anzunehmen, wie sie sind – ohne den Drang, sie verändern zu müssen. Mit zunehmender Achtsamkeit gelingt es, Gefühle und Körperreaktionen deutlicher wahrzunehmen. Je früher diese Empfindungen erkannt werden, desto besser kann der Körper in die therapeutischen und beratenden Prozesse einbezogen werden. Diese Einbindung ist essenziell, um ganzheitlich arbeiten zu können. Achtsamkeit ist ein Bewusstsein für den Moment. Sie bedeutet, sich des aktuellen Augenblicks bewusst zu sein: nicht in der Vergangenheit oder der Zukunft zu leben, sondern im Hier und Jetzt, in der aktuellen Sekunde. Sobald dieser Moment vorbei ist, ist er bereits Vergangenheit. Wenn ich meinen Atem beobachte oder Körperempfindungen wahrnehme, geschieht das ausschliesslich im Moment. Körperwahrnehmung bringt mich sofort ins Jetzt. Es ist nur möglich, eine Körperempfindung im Jetzt zu erleben. Ich kann mich zwar an ein Körpergefühl erinnern, das ich einmal hatte, aber wirklich spüren kann ich es nur im Jetzt. Auch bei Situationen aus Vergangenheit oder Zukunft sind die dazugehörigen (körperlich immer spürbaren) Gefühle in der Gegenwart erfahrbar. Deshalb lassen sich Emotionen über den Körper verändern – gedanklich gelingt dies nur bedingt.


Mein Interesse an der Achtsamkeitspraxis begann vor zehn Jahren. Seither übe ich mich in formalen Techniken wie Meditation und Yoga. Achtsamkeit ist für mich enorm wichtig, damit ich Menschen möglichst unbefangen und offen begegnen kann. In der körperzentrierten Beratung geht es auch darum, Gefühle zu erkennen und zu benennen – hierfür braucht es Achtsamkeit, das Hier und Jetzt. Ich frage Klienten häufig, wie es sich anfühlt oder wie es ihnen damit geht, wenn etwas gesagt oder getan wird. Die Antworten sind oft gedanklich geprägt. Gedanken sind aber nie «roh», sondern immer Konstrukte aus unseren Erfahrungen. Bei Menschen, die stets im Kopf sind und Gefühle noch nie direkt, sondern immer über den Intellekt interpretiert haben, macht es Sinn, kleine Achtsamkeitsübungen in die Beratung einzubauen, um überhaupt den Körper wahrnehmen zu können. Der Körper zeigt uns immer, was gerade los ist – im Gegensatz zum Intellekt.


Mein Weg zur Achtsamkeit


Um den Zustand des eigenen Nervensystems wahrnehmen zu können, ist Achtsamkeit erforderlich. Das Thema Achtsamkeit begegnet uns heute überall und wird oft als Modewort oder als weiteres Werkzeug im Bereich der Selbstoptimierung missverstanden. Mein persönlicher Weg begann mit einem MBSR-Kurs zu meiner eigenen Stressreduktion. Jon Kabat-Zinn entwickelte das achtsamkeitsbasierte Konzept, das ursprünglich aus dem Buddhismus stammt, befreite es von religiösen Dogmen und machte es für die westliche Wissenschaft und Medizin zugänglich. So konnten die Auswirkungen von Meditation auf das Gehirn erforscht und belegt werden.


Kirstin Neff forschte über zwei Jahrzehnte zum buddhistischen Konzept des Selbstmitgefühls und belegte durch empirische Studien, dass auch Selbstmitgefühl einen positiven Einfluss auf das Nervensystem hat und Hirnstrukturen verändern kann. Diese Erkenntnisse haben zu neuen Konzepten geführt, die in Psychotherapie, Coaching und Beratung Anwendung finden.

Ego States

Die Theorie der Ego States in der Psychotherapie geht davon aus, dass die Persönlichkeit eines Menschen aus verschiedenen Anteilen besteht, die jeweils eigene Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster aufweisen. Diese Ego States repräsentieren innere Anteile, die in unterschiedlichen Lebensphasen oder Situationen entstanden sind und sich teilweise unabhängig voneinander entwickeln können. Diese Theorie lehrt etwas Grundlegendes: Ein Mensch ist nicht das, was er tut. Er ist nicht seine Wut, nicht seine Angst, nicht sein Rückzug. Diese Eigenschaften sind nicht sein Wesen, nicht sein Charakter. Sie sind Anteile von ihm. Die Ego States Theorie macht einen grundlegenden Perspektivenwechsel vom Problem zur Ressource. Denn jeder Anteil hat einmal eine Aufgabe übernommen: beschützen, beruhigen, überleben, helfen. Ein Verhalten ist keine Charakterschwäche, sondern Ausdruck eines bestimmten Anteils, der seinen eigenen Ursprung und seine eigene Berechtigung hat.

Meine Haltung mit Ego States


Das prägt meine beraterische Haltung: Ich sehe nicht das Verhalten, sondern den ganzen Menschen mit seinen vielen Facetten. In meiner beraterischen Arbeit werden diese Zustände identifiziert, benannt und in einen bewussten Dialog gebracht, um innere Konflikte zu lösen und Ressourcen zugänglich zu machen.

Beispiele von Methoden, die ich in den Beratungen nutze

Neben den genannten Modellen und theoretischen Konzepten orientiere ich mich an verschiedenen Methoden, die durch meine Sichtweise auf den Menschen und durch meine Grundhaltung geprägt sind. Dies ist eine Auswahl der wichtigsten Methoden, die ich anwende. Die Liste ist jedoch nicht abschliessend und soll einen Überblick über meine Beratungsarbeit geben.

Gewaltfreie Kommunikation (GfK)

Die Gewaltfreie Kommunikation ist ein Handlungskonzept, das von Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde. Die Prinzipien von Carl Rogers sind dabei die Grundlage. Deshalb stehen Empathie, aktives Zuhören und die grundlegende Annahme, dass der Mensch von Natur aus gut ist, im Zentrum des Konzepts. Diesem Ansatz nach sind schädliche Handlungen Lösungsversuche für ursprünglich lebensdienliche oder lebenserhaltende Impulse aus dem dringenden Bedürfnis nach Bindung als Grundlage für unser Überleben. Aus dieser Sichtweise betrachtet, folgt die Überzeugung, dass jeder Mensch bereit ist, etwas für andere zu tun, sofern er sich verbunden fühlt. Die gewaltfreie Kommunikation besteht aus einer klaren Struktur von Botschaften ans Gegenüber, in der Gefühle und Bedürfnisse anstelle von Vorwürfen und Erwartungen benannt werden. Das führt dazu, dass die Ebene von Verbundenheit und Empathie eingenommen werden kann, und dadurch erst wird es möglich, an Lösungen zu arbeiten.

Anwenden von Gewaltfreier Kommunikation


Die Gewaltfreie Kommunikation wird anhand klar definierter vier Schritte geübt. Zu Beginn mag dieses Prinzip ungewohnt und komplex erscheinen, lässt sich aber mit der Zeit gut in die eigene Redeweise integrieren. Innerhalb der Beratung ist es je nach Situation oder Konflikt hilfreich, die vier Schritte gemeinsam zu üben. Es ist bemerkenswert, wie sich festgefahrene Konflikte innerhalb kurzer Zeit auflösen können. In meiner Beratung nutze ich auch abgewandelte Versionen dieser Methode.

Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) wurde von Marsha M. Linehan in den späten 1980er Jahren entwickelt, ursprünglich zur Behandlung von Borderline-Persönlichkeitsstörungen. Linehan, eine US-amerikanische Psychologin, kombinierte Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie mit Ansätzen der Achtsamkeit aus der buddhistischen Tradition. Ihr Ziel war es, Menschen mit intensiven emotionalen Schwierigkeiten Unterstützung zu bieten, um ihre Gefühle besser zu regulieren und destruktive Verhaltensmuster zu verändern. Das Konzept der DBT basiert auf der Idee, Gegensätze, wie Akzeptanz und Veränderung, miteinander zu verbinden. Neben klassischen verhaltenstherapeutischen Techniken legt DBT grossen Wert auf Achtsamkeit, Emotionsregulation, zwischenmenschliche Fertigkeiten und Stressbewältigung. Marsha Linehan selbst machte öffentlich, dass sie in der Jugend an einer schweren Borderline-Persönlichkeitsstörung litt, was ihre Arbeit und die Entwicklung der Methode massgeblich beeinflusste.

Anwendung von DBT heute


Die DBT findet heute Anwendung in der Behandlung verschiedener Störungen, darunter Borderline, Depressionen, Essstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen. Ihr Ansatz gilt als besonders wirkungsvoll für Menschen, die Schwierigkeiten haben, Emotionen zu kontrollieren und in Krisensituationen angemessen zu reagieren.

DBT-A für Jugendliche & Erwachsene

DBT-A steht für Dialektisch-Behaviorale Therapie für Adoleszente und wurde speziell auf den Jugendbereich angepasst. Während meiner Arbeit in der psychiatrischen Klinik auf einer DBT‑Station für Jugendliche, habe ich mich in DBT ausbilden lassen und nach dem Konzept gearbeitet.

Die Arbeit mit Symbolen

Ein weiteres hilfreiches Element innerhalb meiner Arbeit ist der Einsatz von Symbolen als Externalisierungsmethode. Durch das Verwenden von Symbolen – wie Figuren, Steinen, Karten oder Zeichnungen – können innere Prozesse, Gefühle oder Gedanken nach aussen verlagert und sichtbar gemacht werden. Dies ermöglicht es Klientinnen und Klienten, ihre inneren Themen mit Abstand zu betrachten, sie zu benennen und in einen neuen Kontext zu setzen.


Die Arbeit mit Symbolen fördert dabei die Distanzierung von belastenden Inhalten und eröffnet neue Perspektiven auf das eigene Erleben. Indem ein Gefühl, ein Problem oder ein innerer Anteil symbolisch im Raum platziert wird, entsteht die Möglichkeit, mit diesen Aspekten in einen bewussten Dialog zu treten. Oft fällt es leichter, über ein Symbol zu sprechen als direkt über das eigene Empfinden, wodurch Blockaden gelöst und kreative Lösungswege gefunden werden können. Diese Methode wird besonders in der systemischen Therapie, der Traumatherapie sowie in körperorientierten Ansätzen eingesetzt, um komplexe innere Vorgänge erfahrbar und bearbeitbar zu machen.

Selbstreflexion unterstützen


Die Externalisierung durch Symbole unterstützt somit die Selbstreflexion und fördert einen achtsamen Umgang mit den eigenen Gefühlen. Sie lässt sich flexibel in verschiedene beraterische Settings integrieren und kann sowohl in Einzel- als auch in Gruppensitzungen eingesetzt werden.

Ego States und die Arbeit mit Symbolen

Die Ego-State-Therapie nutzt verschiedene Techniken, um die Kommunikation zwischen den einzelnen Persönlichkeitsanteilen zu fördern und belastende Anteile zu integrieren. Ziel ist es, das innere Gleichgewicht herzustellen und den Klienten dabei zu unterstützen, ein in sich schlüssiges Selbstbild zu entwickeln. Besonders hilfreich ist dieser Ansatz bei Traumata, inneren Konflikten oder komplexen emotionalen Herausforderungen, da er ermöglicht, die vielfältigen Aspekte des eigenen Erlebens zu erkennen und konstruktiv zu nutzen.


Die Arbeit mit Symbolen lässt sich hervorragend mit dem Konzept der Ego States verbinden. Ego States, also verschiedene Ich-Anteile, können beispielsweise durch Tiere symbolisiert und externalisiert werden. Nach Alfons Aichinger wird diese Methode genutzt, um innere Zustände sichtbar und greifbar zu machen: Ein innerer Anteil, der etwa für Stärke steht, könnte als Löwe dargestellt werden, während ein verletzlicher Anteil als kleines Kaninchen symbolisiert wird. Diese Visualisierung erleichtert es den Klienten, mit ihren unterschiedlichen inneren Anteilen in Kontakt zu treten und einen bewussten Dialog zu führen.

Neue Perspektiven mittels Symbolen


Die Externalisierung durch Tiersymbole schafft Abstand zum eigenen Erleben und ermöglicht neue Perspektiven. So können die verschiedenen Ego States nicht nur erkannt, sondern auch besser integriert werden, da die symbolische Darstellung den Zugang zu komplexen Gefühlen und inneren Konflikten erleichtert. Diese Vorgehensweise ist besonders hilfreich in der Arbeit mit Jugendlichen und Kindern, da sie einen kreativen und spielerischen Zugang zu ihren inneren Themen bietet.

Systemische Aufstellungen

Systemische Aufstellungen sind eine Methode in der Psychotherapie und Beratung, die darauf abzielt, Beziehungen, Dynamiken und Strukturen innerhalb eines Systems – etwa einer Familie – sichtbar und erfahrbar zu machen. Dabei werden Personen oder Symbole im Raum stellvertretend für Mitglieder oder Elemente des Systems positioniert. Durch die räumliche Anordnung und das Erleben der jeweiligen Positionen können verborgene Zusammenhänge, Konflikte und Ressourcen aufgedeckt werden. Ziel ist es, neue Sichtweisen zu gewinnen, alte Muster zu erkennen und Veränderungen anzustossen, die zu mehr Klarheit, Verständnis und Lösungswegen führen.


Eine besonders anschauliche und flexible Variante ist das Arbeiten mit dem Systembrett. Hier werden kleine Figuren, Steine oder andere Gegenstände auf einem Brett platziert und symbolisieren die verschiedenen Systemmitglieder oder Aspekte. Das Systembrett ermöglicht es, komplexe Beziehungen und Dynamiken einfach darzustellen und zu verändern, ohne dass alle beteiligten Einzelpersonen physisch anwesend sein müssen. Durch das Verschieben der Symbole werden neue Perspektiven eröffnet und Lösungen können spielerisch ausprobiert werden. Sinn und Zweck dieser Methode ist es, innere Prozesse und zwischenmenschliche Beziehungen greifbar zu machen, Blockaden zu lösen und einen ressourcenorientierten Blick auf das System zu fördern.

Wohin Systemische Aufstellungen führen


Insgesamt dienen systemische Aufstellungen dazu, die Wechselwirkungen im System zu verstehen, die eigene Position zu reflektieren und Veränderungen anzustossen, die zu mehr Wohlbefinden und Handlungsspielraum führen.

PEP® (Prozess- und Embodimentfokussierte Psychotherapie)

nach Dr. Michael Bohne

PEP ist eine komplexitätsreduzierende Diagnostik- und Interventionsmethode und steht für eine Kombination vieler verschiedener psychologischer Ansätze in Verbindung mit entmystifizierter Klopftechnik. Klopftechniken dienen dazu, durch Stimulation des Körpers emotionale Zustände zu verändern. So kann unter anderem die emotionale Erregung bei einer Angsterkrankung durch Klopfen reguliert werden. In Situationen wie Prüfungsangst zeigt sich oft, dass Menschen unter Angst nicht denken können, obwohl sie das Wissen besitzen. Während der Klient in der Angst ist, laufen zahlreiche Prozesse auf neurobiologischer Ebene ab: Erregung, Botenstoffaustausch und mehr. Das Klopfen unterbricht die Angst und hilft, das Gehirn neu zu regulieren.

Verbesserung der Selbstbeziehung


Sind es dys- oder parafunktionale Beziehungsmuster und deren Kognitionen, also negative Glaubenssätze, die angestrebte Lösungen/Ziele blockieren, kann durch eine bestimmte Selbstakzeptanz-, Stärkungs- und Verzeihungsübung das Muster verändert werden. PEP® kann daher auch als Massnahme zur Verbesserung der Selbstbeziehung beschrieben werden.

Häufige Fragen und Antworten

  • Welche Methode ist am besten für mein Anliegen geeignet?

    Das kann man nicht so pauschal beantworten. Am besten lernen wir uns in einem persönlichen Gespräch kennen und erarbeiten gemeinsam passende Methoden und Mittel, die zu dir passen und dir helfen.

  • Welche Achtsamkeitsübungen helfen bei Konflikten am besten?

    Auch hier kommt es sehr auf dich als Individuum an. Innerhalb meiner Begleitung erarbeiten wir uns die Übungen, welche dir am meisten Hilfe leisten. Das können Atemübungen oder auch ganz andere Methoden sein. Wichtig ist, dass es dir in deiner spezifischen Situation weiterhilft.

  • Ist in deinem Angebot auch Psychotherapie enthalten?

    Nein, ich bin keine Psychotherapeutin und biete entsprechend auch keine Therapie, sondern eine Beratung an. Meine Herangehensweise unterscheidet sich von derjenigen einer Therapeutin oder eines Therapeuten. Das Ziel ist jedoch dasselbe: dich bei der Bewältigung der Themen zu begleiten, welche dich beschäftigen. Je nach Fall kann es aber besser sein, wenn du dich bei einer Therapeutin oder einem Therapeuten meldest. Ich kommuniziere das immer offen, wenn ich das Gefühl habe, eine Therapie könnte zielführender sein als eine Beratung.

NÄCHSTER SCHRITT

Dein Erstgespräch in meiner Praxis buchen

Lerne mich und meine Arbeitstechniken und Konzepte kennen, damit wir eine vertrauensvolle Beratung für dich und dein Anliegen entwickeln.